Costa del Luz

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Als Costa del luz (Küste des Lichts) bezeichnet man den Teil der spanischen Atlantikküste, der sich vom südlichsten Punkt Spaniens (der Stadt Tarifa) bis zur portugiesischen Grenze erstreckt.

Die Costa del luz zeichnet sich durch ihre endlosen, aus Sanddünen befestigten Strände aus, mit Pinienwäldern und Kulturlandschaft im Hinterland. Im Hinterland direkt nach der Küste befinden sich ausgedehnte Windfarmen, in welchen aus dem starken und stetigen Küstenwind Strom geerntet wird.
Während sich die Küste neben dem Tourismus der Ökostromerzeugung widmet, beherrscht, von den industriell geprägten Zentren wie Cádiz abgesehen, Landwirtschaft das Landesinnere. Hier werden in großen Feldern Sonnenblumen angebaut und auf riesigen Weiden werden Rinder gehalten.

Apropos Stiere: In Andalusien gibt es insgesamt 21 der 88 in Spanien aufgestellten Osborne-Stiere, alleine acht dieser 14 Meter hohen, weithin sichtbaren Skulpturen befinden sich in der Provinz Cádiz.

Cádiz Blick über Cádiz

Cádiz

Cádiz, die Haupstadt der gleichnamigen Provinz Andalusiens, gilt als eine der ältesten Städte Europas und war im Altertum ein wichtiges Handelszentrum, welches im beginnenden Mittelalter seine Bedeutung verlor. Erst mit der Entdeckung Amerikas gelangte die Stadt als Stützpunkt der spanischen Flotte zu alter Wichtigkeit zurück und war fortan wiederholt Ort kriegerischer Auseinandersetzungen mit der britischen Flotte.
Mit dem Verlust der spanischen Überseekolonien büßte Cádiz seine herausragende Position ein. Heute stellt Cádiz ein Zentrum für Tourismus dar, es gibt Fischerei und Industrie.

Die Stadt selbst hinterlässt einen komplett anderen Eindruck als z. Bsp. Sevilla und Cordoba. Die (Alt)Stadt vermittelt aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs eine etwas verschmuddelte Schönheit, die sich in kleinen Gassen und auf Plätzen hinter vernachlässigten Fassaden und dem einsetzenden Verfall zeigt, noch begünstigt durch das zu Sevilla respektive Cordoba gänzlich unterschiedliche Licht.

Whale-Watching in der Straße von Gribraltar Whale-Watching in der Straße von Gribraltar

Tarifa

Tarifa ist auf dem südlichsten Zipfel Festlandspaniens direkt an der Straße  von Gibraltar gelegen. Aufgrund der strategischen Lage war Tarifa wiederholt Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse.
Heute ist der Ort touristisch geprägt und genießt einen außerordentlichen Ruf bei Wind- und Kitesurfern.
Die Nähe zu Afrika macht Tarifa zu einem wichtigen Wegpunkt für Zugvögel, die hier für die Überquerung des Mittelmeers nur 14 km zu überwinden haben.

In der Straße von Gribraltar vor Tarifa sind einige Delfine und Wale heimisch (was noch gar nicht allzu lange bekannt ist). Die Tiere leben hier trotz des Schiffsverkehrs (Lärm) in der Straße von Gibraltar, weil das Wasser aufgrund des Aufeinandertreffens von Atlantik und Mittelmeer besonders nährstoffreich ist. Seit einiger Zeit müssen Schiffe, welche die Straße von Gibraltar benutzen, langsam fahren, sobald sie Wal- oder Delfinschulen auf dem Radar haben, zum Schutz der Tiere.
Whale watching ist hier z. Bsp. über die Stiftung
firmm möglich, welche ihre 2-3 stündigen Ausfahrten von April bis Oktober durchführt. Die Skipper sind dabei darauf geschult, die Tiere möglichst nicht zu stören.

Strand an der Costa de la luz Strand an der Costa de la luz

Strand

Zwischen Cádiz und Tarife erstreckt sich eine einzigartige Badeküste, welche sich dadurch auszeichnet, dass die Strände nicht durchgehend von Hotels besiedelt sind. Der Tourismus beschränkt sich auf kleine ehemalige Fischerdörfer, zwischen welchen sich kilometerlanger Sandstrand erstreckt. Dieser Teil der andalusischen Küste hat mir aufgrund der verbliebenen Rauheit und Natürlichkeit besser gefallen als die Mittelmeerküste.