Ronda

> Direkt zu den Bildern

Ronda ist eine kleine Stadt Andalusiens in der Provinz Malaga. Sie liegt inmitten der Berglandschaft Serranía de Ronda, zu welcher zwei Naturparks gehören. Ronda wird den berühmten weißen Dörfern Andalusiens zugerechnet und gehört als Kleinstadt mit über 30.000 Einwohnern zu den größten der weißen Dörfer.

Ronda befindet sich etwa 50km nördlich der Costa del Sol im Landesinneren. Wer Ronda über die Costa del sol anfährt, sollte bis San Pedro de Alcántara die Autopista del Mediterráneo nehmen und dort Richtung Landesinnere nach Ronda abbiegen. Die Straße kurvt in Serpentinen am Parque Natural Sierra de las Nieves vorbei, belohnt die Anstrengung aber mit hinreißenden Panoramen in Richtung Costa del sol, besonders reizvoll am späten Nachmittag, etwa 1 Stunde vor der Dämmerung.

Stierkampfarena von Ronda Stierkampfarena von Ronda

Ronda besitzt eine besondere Bedeutung für den Stierkampf in Spanien: Hier wurden die noch heute gültigen Stierkampfregeln entwickelt. Die sogenannte Escuela rondeña ist ein wichtiger Stil im spanischen Stierkampf (es gibt auch andere Schulen, z. Bsp. die Escuela sevillana). Die Atmosphäre in der Arena von Ronda gilt wegen des Publikums als einzigartig. Wer keine Abneigung gegen diese IMHO etwas zweifelhafte kulturelle Errungenschaft Spaniens hat, sollte sich das Erlebnis nicht entgehen lassen, wenn die Möglichkeit besteht.

Ansonsten ist Ronda durch die malerische Lage auf einem steil abfallenden Felsplateau und die schöne Altstadt bekannt.
Besonders in den Sommermonaten ist die Stadt von tausenden von Tagestouristen besucht, die von der Costa del sol hier heraufkommen. Demzufolge ist ein Besuch während der Saison wohl eher zu vermeiden.

Ronda Ronda

Es ist keine schlechte Idee, Ronda am Abend anzufahren und dort zu übernachten. Es gibt viele Restaurants, und etwas abseits der belebten Plätze findet man relativ preiswert (außerhalb der Saison) gutes Essen (Es gab immerhin eine brauchbare Paella, zumindest für Restaurantverhältnisse in Touristenorten). Die Stadt kann man am nächsten Morgen lässig zu Fuß erkunden, was etwas mehr als einen halben Tag benötigt.