Rumänien - Unterwegs in und um Transsilvanien

Transsylvanien ist nur einer der vielen Namen einer im Süden der Karpaten gelegenen Region, welche das geographische Zentrum sowie den Nordwesten des heutigen Rumäniens umfasst. Aber es ist der literarisch bekannteste, denn in dieser Region war es, in der Bram Stokers den Blutsauger Graf Dracula sein Unwesen trieben ließ, bevor er ihn in den Ostkarpaten durch den Protagonisten des Romans, den Rechtsanwalt Harker, in einem dramatischen Finale enthaupten ließ.

Die in Deutschland auch als Siebenbürgen (rumänisch heute: Ardeal oder Transilvania) bekannte Landschaft wird im Osten und Süden von den Karpaten umrahmt. Im Süden schließen die Große und die Kleine Wallachei an, im Südwesten liegt das Banat.

Jedes Jahr im August findet das Mittelalter-Festival in Sibiu statt

Sowohl in Siebenbürgen als auch im Banat lebten vergleichsweise zahlreiche deutsche Minderheiten: Die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben. Im Gegensatz zu anderen Ostblockstaaten vertrieben die Rumänen die Deutschen nach dem Krieg nicht, es kam jedoch zu zahlreichen Übergriffen. Auch mussten viele Rumänendeutsche nach dem Krieg in Russland Arbeitsdienste leisten.

Nach den Strafdiensten in Russland kehrten die Überlebenden in ihre rumänischen Heimatgebiete zurück und arrangierten sich mit der neuen Situation.

 
 

Aus diesem Grund sind in beiden Regionen auch heute noch starke kulturelle Einflüsse der Rumänendeutschen vorhanden (zur Zeit der Reise gab es z. Bsp. in Sibiu eine deutsche Buchhandlung, in welcher ich – was sonst – eine deutsche Ausgabe von Bram Stokers Dracula als Andenken erworben habe).
Heute, nach dem Zerfall des Sowjetimperiums, gibt es kaum noch Deutsche im Banat und in Siebenbürgen. Die meisten haben das Land vor der Jahrtausendwende in Richtung Deutschland verlassen.

Was gibt es sonst noch erwähnenswertes? Die Bilder stammen aus dem Jahr 2009 und geben einen kleinen Eindruck der dortigen Städte und der bemerkenswerten Landschaften wieder.
Die Reise startetet in Sibiu. Von dort ging es weiter durch Transsylvanien nach Bran mit einem Abstecher nach Brașov. In der Folge wurde es landschaftlicher: Über die nur im Sommer passierbare Transfogarasche Hochstraße (Drumul Transfăgărășan) querten wird das in den südlichen Karpaten gelegene Făgăraș-Gebirge in Richtung Wallachai, mit Halt in Städten Curtea de Argeș und Târgu Jiu. Danach hieß das Ziel Banat mit der Stadt Reșița. Die Stadt wiederum war die Basis für einige Ausflüge innerhalb der schönen Landschaften des Banats und der Walachei.
Reșița war der letzte Punkt der Rundreise, von hier ging es wieder zurück nach Sibiu und von dort nach Stuttgart.

In der Gemeinde Sarmizegetusa befinden sich zahlreiche Ruinen der römischen Colonia Ulpia Traiana Sarmizegetusa, welche Hauptstadt der römischen Provinz Dacia  (Dakien) war

Viel Spaß bei den Bildern aus Transsylvanien, aus der Walachei und dem Banat.