Kos

Die griechische Insel Kos

Die griechische Insel Kos (Κως) liegt in der östlichen Ägäis und ist der kleinasiatischen Küste zwischen der türkischen Budrum- und Datça-Halbinsel vorgelagert. Kos ist nach Rhodos und Karpathos die drittgrößte Dodekanes-Insel. Mit gut 40km Länge und 10km Breite ist die Insel überschaubar.

InselKos

Oceanic Beach

Wir sind im Juni 2007 eine knappe Woche dort. Unsere Unterkunft, das Hotel Oceanis Beach and Spa Resort, befindet sich an der Ostküste der Insel, direkt am Strand in der Ortschaft Pisaldi.

Oceanis_Beach_and_Spa_Resort

Hotelstrand

Das ansonsten nicht weiter erwähnenswerte Hotel verfügte über einen langen, privaten Kieselstrand, wie er eigentlich für die Insel unüblich ist. Gegenüber dem Hotel befindet sich die Taverna Romeo. Authentische Griechische Küche, frisch und einfach. Die Bilder der Taverne sind leider verlorengegangen.

Kieselstrand

Strand

Natürlich muss sich auf Kos niemand mit Kieselstrand zufriedengeben. Die Insel besitzt lange und schöne Sandstrände im Überfluss, so wie hier bei Kardamena.

Sandstrand

Küste

Viele Strände ziehen sich über lange Küstenabschnitte und sind frei zugänglich, ein Teil der Strände gehört zu Hotels. Es lohnt sich, eigenständig nach kleineren Stränden oder Buchten zu suchen, auch wenn die Strecke über unwegsame Feldwege führt. Oft finden sich dadurch malerische, wenig frequentierte Buchten.

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Standstrand

In der Hochsaison ist es hier mit Sicherheit nicht so leer. Dem Vernehmen nach ist es auf vielen Stränden dennoch nicht überfüllt. Jetzt, im Juni, weht ein frischer Wind von der türkischen Küste und macht die pralle Sonne erträglich. Die Wassertemperatur ist angenehm zm Baden.

KosStrand

Wasser

Wer kennt und schätzt es nicht, das klare Wasser im griechischen Mittelmeer, welches seinesgleichen sucht. Griechenland ist ein Synonym für Strände mit traumhaft klarem Wasser! Vorausgesetzt, der Wind und der Wellengang halten sich in Grenzen.

Strand

Kos

Die Hauptstadt der Insel heißt wie die Insel selbst, Kos. In der Stadt leben knapp 20.000 Menschen, das sind fast 2/3 der Inselbevölkerung.

KosStadt

Kos Stadt

Die Stadt lebt hauptsächlich vom Tourismus. Es gibt reichlich Tavernen, die üblichen Geschäfte und ein paar wenige Sehenswürdigkeiten. In der Stadt Kos gibt es die angeblich 2400 Jahre alte Platane des Hippokrates, welche wahrscheinlich maximal 500 Jahre alt ist. Leider habe ich kein Bild der Platane.

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Defterdar-Moschee

Die Defterdar-Moschee stammt aus dem Jahr 1725, als die Insel unter osmanischer Herrschaft stand. Heute ist die Moschee nicht mehr in Betrieb, da sie seit einem Erdbeben im Jahr 2017 baufällig ist.

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Mandráki-Hafen

Der Mandráki-Hafen bildet, neben dem Flughafen, die Verbindung nach außen. Neben den obligatorischen Ausflugsbooten für Touristen manchen hier die Linienschiffe zu anderen Inseln und zum Festland, Jachten und Fischerboote fest.

Mandraki_Hafen

Festung Nerátzia

Über dem Mandráki-Hafen liegt die Ruine der Johanniterfestung Nerátzia, im allgemeinen Festung Nerátzia genannt. Die Festung wird das erste Mal im 14. Jahrundert erwähnt, sie galt damals als uneinnehmbar. Errichtet wurde die Festung vom Johanniterorden zum Schutz vor den Osmanen und Mameluken. Die Festung wurde Mitte des 15. Jahrhunderts aus unbekannten Gründen aufgegeben.

Neratzia

Asklepieion

Griechenland ist ein Synony für verfallene antike Gebäude. Kos hat hier, neben ein paar unbedeutenderen Ausgrabungen das Asklepieion zu bieten. Die Kultstätte ist nicht weit von der Stadt Kos entfernt und kann mit Bus oder Mietwagen bequem erreicht werden.

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Asklepieion

Der dem Gott des Heilens, Asklepios, gewidmete Tempel diente nicht nur kultischen Zwecken, sondern auch als eine der damals modernsten Heilstätten. Der berühmte Arzt Hippokrates von Kos, bekannt durch den nach ihm benannten Eid, den Mediziner heute ablegen, soll hier gewirkt haben.

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Dorf Zia

Zia (griechisch Ζία) ist ein kleines Bergdorf in der Nähe der Stadt Kos. Der Ort bildet eine Art touristisches Schaudorf und ist abends bisweilen stark frequentiert.

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Verkaufsstände

Der Ortskern ist von trouristische Infrastruktur geprägt. Es gibt allerlei Verkaufsstände mit Kräutern, Gewürzen, Honig, Kleidung, Handarbeit und den üblichen touristischen Nippes.

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Taverne

Zahlreiche Tavernen und Cafés sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.

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Sonnenuntergang

Manche Tavernen haben Dachterassen. Von diesen lassen sich unvergessliche Sonnenuntergänge über der Ägäis erleben.

SonnenuntergangKos

Windmühle in Antimachia

Nicht weit vom Flughafen liegt das 3000 Jahre alte Dorf Antimachia. Hier kann man die Mühle des Priesters besichtigen, eine alte traditionale Windmühle. Zdem gibt es ein winziges Museum, das Haus von Antimachia. Es zeigt ein Haus aus dem 10. Jahrhundert.

Antimachia

Plaka-Wald

Der Plaka-Wald ist eine eigentümliche Sehenswürdigkeit der Insel. Es handelt sich hier um einen kleinen Kieferwald mit zahlreichen Pfauen, Katzen und Schildkröten (letztere haben wir nicht gesehen). Am Wochenende treffen sich hier manchmal die Einheimischen zum Grillen. Ansonsten ist es hier ruhig und auch im Sommer angenehm kühl.

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Pfau im Plakawald

Touristen kommen zwar vorbei, sind in der Regel aber nach einer halben oder einen Stunde wieder weg. Die Pfaue sind Menschen gewöhnt und lassen sich beim Posieren nicht stören.

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Straße

Die Hochebene der Insel bildet eine wilde, karge Landschaft.

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Landschaft

Zur Küste ist die Landformation sanft-hügelig.

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Inselgebirge

Die höheren Berge (die höchsten Erhebungen der Insel sind gut 800m hoch über dem Meeresspiegel) zeichnen sich durch kerbige Schluchen und scharfkantige Formationen aus.

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Festung Antimachia

Hier befindet sich die Festungsruine von Antimachia. Die mittelalterliche Festung diente der Kontrolle der Seewege im Süden der Insel und der Wege im Inneren der Insel.

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Bollwerk

Die Befestigungen der Insel hielten mehreren osmanischen Angriffen stand. Antimachia hielt mit nur 315 Mann, davon 15 Ritter, einer Belagerung durch das osmanische Heer stand. Dabei erlitten die Belegerer Versluste in Höhe von 1.000 Toten und 2.000 Verwundeten, in der Feste starben nur 15 Mann.

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Festungsinners

Erst als die Johanniter in Rhodos nach einer Niederlage abzogen, fiel Kos unter osmanische Herrschaft. 1871 gaben die Osmanen die Insel wieder auf. Schließlich wurde die Festung durch zwei Erdbeben 1926 und 1933 im Inneren vollständig zerstört, nur die Mauern blieben erhalten.

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Kefalos

Im Süden der Insel liegt das Örtchen Kefalos. Der Ort verfügt über einen ausgedehnten Stadtstrand. Kefalos besitzt viele Kneipen, einen Hafen und eine gute touristische Infrastruktur. Ein Teil des südlichen Endes der Insel ist militärisches Sperrgebiet.

Kefalos

Tintenfische

Hinter einer Taverne sind frisch gefangene Tintenfische zum Trocknen aufgehängt.

Tintenfisch

Auslfugsboot

Was ist ein Urlaub am Mittelmeer ohne den obligatorischen Bootsausflug zu einem anderen Ort am Mittelmeer? Also brechen wir vom Mandriki-Hafen in Kos auf zum Inselhopping nach Pserimos und Kalymnos.

Ausflugsboot

Pserimos

Pserimos (Ψέριμος) ist die Nachbarinsel von Kos. Die Insel ist aus genau einem Grund ein Ziel: Der Sand des 170m langen Strands des einzigen Örtchens, Avlakia (Αυλάκια), ist fein wie Puder, und das Wasser ist klar wie reiner Diamant. Sehr faszinierend.

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Pserimos

Auf der Insel leben dauerhaft ca. 30 Menschen, es gibt fast nur Tagestourismus. Die Ausflugsschiffe bleiben etwa 2-4 Stunden auf der Insel. Ansonsten gibt es auf der Insel Fischfang, Fischzucht und Landwirtschaft (Kapern, Oliven).

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Kalymnos

Die zweite Station auf dem Ausflug ist die Insel der Schwammtaucher, Kalymnos. In früheren Zeiten war das Schwammtauchen die Grundlage des Wohlstands der Insel.

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Schwämme

Die wenigen, heute noch verbliebenen Schwammtaucher fahren für mehrere Monate in andere Regionen des Mittelmeers, um nach den wertvollen Schwämmen zu tauchen. Das Schwammtauchen ist ein gefährlicher Beruf und viele Taucher bezahlen oder bezahlten mit ihrem Leben oder ihrer Gesundheit für die begehrten Schwämme, die heute vorwiegend zum Baden verwendet werden.

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Kalymnos

Heute leben auf der Insel nur noch wenige Schwammtaucher, die Leute verdienen ihr Geld überwiegend mit Tourismus, mit der Landwirtschaft und mit dem produzierenden Gewerbe.

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Morgendämmerung

Wieder zurück auf Kos verabschieden wir uns von der Insel mit einem Bild, gemacht in der blauen Stunde am Morgen, wo gleich die Sonne über Kleinasien aufgehen wird.

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