Zentrum  Havanna (spanisch la Habana, hier mit Blick auf das Kapitol) ist die Haupstadt des Inselstaates Kuba und gleichzeitig die größte Metropole der Karibik Skyline  An der zentralkubanischen Atlantikküste gelegen (hier US-geprägte Hochhäuser im Stadtteil Vedado) ist Havanna Kubas bedeutendstes industrielles und touristisches Zentrum Hotel Nacional  Vor der Revolution war der Vorort Floridas ein Tummelplatz US-amerikanischen Jetsets, einer Mischung aus Mafiagangstern und Mitgliedern politischer und kultureller Elite. Im Bild das berühmte neoklassizistische Hotel Nacional Verkehr am Malecón  Die großen Boulevards am Ufer heissen in Kuba Malecón (Kai). Es handelt sich meist um eine mehrspurige Straße mit einem breiten Fußweg und einer Kaimauer
Malecón de Habana  Besonders in der Dämmerung und am Abend ist der Malecón einer Stadt mit Menschen jeden Alters belebt, um zu flanieren, auf dem der Kaimauer zu sitzen, Musik zu hören, zu reden oder einfach den Sonnenuntergang zu genießen Oldtimer  Aufgrund der Armut des Landes ist der Verkehr auch in der Hauptstadt wenig dicht und geprägt von alten, mehr oder weniger gepflegten amerikanischen Oldtimern aus den 20er bis 50er Jahren.  Neuere Autos sind dann in der Regel sowjetischer Herkunft, ganz neue Fahrzeuge oft aus  China Unterwegs mit dem Coco Taxi  Mit dem Coco-Taxi auf dem Melecón. Coco-Taxis gibt es vorzugsweise in Havanna, es handelt sich um speziell umgebaute Motorroller, welche hinter dem Fahrer einen Aufbau mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen für zwei Fahrgäste haben. Eine eiförmige, nach vorne offene gelbe Schale biete etwas Schutz vor Wetter. Coco-Taxis bilden in Havanna die teuerste Art der Fortbewegung (15 CUC für ca. 1/2 h Fahr), im Gegenzug gibt es eine sehr direkte Erfahrung Bici Taxi  Havanna Centro liegt direkt zwischen der Altstadt (Habana Vieja) und dem mondänen Vedado. Hier ein typische Bici-Taxi (Fahrrad-Taxi) vor einem Haus. Centro ist super dicht besiedelt, hier leben 40.000 Einwohner je Quadratkilometer (der Stadtteil umfasst ca. 3,5 Quadratkilometer).
Ruine Habana Centro  Fidel Castro investierte verfügbare Devisen mit Vorliebe in die Entwicklung der ländlichen Gebiete, sodass der wichtigste und lebendigste Teil Havannas nun teilweise eine Ruine ist Infolgedessen mutet die Gegend mancherorts wie im Krieg an. Die Hoffnung Fidel Castros, die Jugend würde aufgrund der Förderung aufs Land ziehen und eifrig Lebensmittel produzieren, hat sich jedoch nicht erfüllt Prado Paseo Martí  Der Prado Paseo Martí trennt Havanna Centro von der Altstadt, Habana Vieja und ist Prachtmeile der ursprünglich La Villa de San Cristóbal de La Habana benannten Stadt. Tagsüber ist es dennoch wenig belebt und erinnert eher an eine Provinzstadt mittlerer Größe Parque Central  Der Parque Central, mehr zentral als Park, bildet den  Startpunkt für die Taxi-Rundfahrten, z. Bsp. mit einem der berühmten Oldtimer-Taxis. Links auf dem Bild, in gelber Farbe, ist eines der beliebten Coco-Taxis zu sehen Prado Paseo Martí Nachts  Der Prado Paseo Martí zeigt sich nachts in prachtvollem Glanz (zumindest in der Nähe des Kapitols). Rund um den Parque Central gibt es zahlreiche weitere Gelegenheiten zu einer Rundfahrt mit dem Taxi
Bunte Häuser  Im Zentrum von Havana sieht man ab und an hübsch restaurierte bunte Häuser Capitol  Der Parque Central liegt in der direkten Nachbarschaft zum Kapitol, welches nach dem berühmten amerikanischen Vorbild erbaut wurde Straßenleben  Street life im Zentrum von Habana Vieja, der Altstadt La Catedral de la Virgen María de la Concepción Inmaculada de La Habana  Manche Plätze sind hübsch für den Tourismus hergerichtet
Placa de la catedral  Dennoch nagen selbst an den Touristenmagneten der Hauptstadt Wind, Salz und Verfall an der einst prächtigen Bausubstanz. Der durch das US-Embargo verursachte Mangel sowie großflächige Verteilung der vorhandenen Mittel verhindern eine gezielte und nachhaltige Sanierung Palacio de los Capitanes Generales Casa de gobierno  Dennoch finden sich überall alte prächtige Paläste, wie hier in der Nähe des Hafens Pause  Pferdekutschen gibt es in Kuba sehr häufig, eine schmuckes Gespann wie dieses sieht man jedoch so gut wie nie Verkehr  Verkehr in Havana. Oldtimer und Coco-Taxis prägen den nicht allzu dichten Verkehr. Eine Fahrt mit dem Coco-Taxi sollte man einmal gemacht haben, im Jahr 2016 kostet sie ca. 15€ pro halbe Stunde. Für die Besitzer bedeutet dies ein für Kuba immenses Einkommen
Terminal Sierra Maestra  Bekannter Anlegepunkt für Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Havanna Plaza de San Francisco de Asis  In dieser Gegend tummeln sich tatsächlich Touristen aus aller Welt Placa del Cristo  Nicht weit davon, in der Altstadt, jedoch abseits der touristischen Anziehungssenken, zeigt die kubanische Metropole ein ungepflegtes Alltagsgesicht. Hierhin verirrt sich kein Tourist, Bars und Café sucht man vergebens Iglesia Del Santo Cristo Del Buen Viaje  Nur die kleinen Kirchen strahlen eine bescheidene Würde aus
Straßencafé  In einem etwas wohlhabenderem Land gäbe es viele Ecken dieser Art, in Havanna nicht. Eine Einladung zu einem preiswerten und guten Cocktail, einem kühlen Bier oder einem heimischen Kaffee Cementerio Cristóbal Colón  Der riesige denkmalgeschützte Friedhof Cementerio Cristóbal Colón ist einer der größten Friedhöfe Lateinamerikas und zählt heute zu den Attraktionen Havannas Mausoleum  Mausoleen, Familiengräber und Kapellen sind überweigend aus hellem Marmor gefertigt geben dem Friedhof, besonders im Sonnenlich, sein strahlendes Erscheinungsbild Vedado  Der Friedhof ist die Hauptattraktion des ehedem mondänen und nun wieder aufstrebenden Stadtteils Vedado, welches zusammen mit Habana Vieja und dem verfallenden Habana Centro den Stadtkern von Havanna bildet
Villa in Vedado  Vedado wird von lockerer Bebauung und seinen Villen dominiert Villenviertel  Auch wenn sich die Zeit stetig an den Bauwerken abarbeitet, sieht man einigen Gebäuden an, dass die Besitzer trotz unzureichender Mittel und mangelndem Material versuchen, die hübschen Häuser zu erhalten Staße in Vedado  Der Stadtteil ist ordentlich in Rechtecken organisiert und die Straßen sind orientierungsfreundlich durchnumeriert, mit Zahlen und Buchstaben Lebensmittelgeschäft  In Kuba gibt es zwei Währungen: Eine Währung ist für die Einheimischen (CUP), mit dieser Währung werden die subventionierten und rationierten Lebensmittel in Geschäften und Märkten wie hier bezahlt. Touristen und wohlhabende Kubaner bezahlen mit Devisen (CUC) zu hohen Preisen die Güter, die nicht unmittelbar lebensnotwendig sind
Colimar  Am frühen Nachmittag sind die Straßen nicht sehr belebt, auch in Havana, sobald man die touristischen Sweetspots verlassen hat. So wie hier im Vorort Cojímar. Hemingway  Eine Pilgerstätte zweiten Grades für Kulturbeflissene, eine Hemingway-Skulptur. Kurioserweise ist ein falsches Geburtsdatum angebracht. Die Pilgerstätten ersten Grades sind natürlich die Bar El Floridita und das Hotel La Bodeguita: My mojito in La Bodeguita, my daiquiri in El Floridita La Terraza de Colimar  Pilgerstätte 2. Grades, Teil 2: La Teraza de Cojímar, das Lieblingsrestaurant des Schriftstellers, der hier ein paar Jahre lebte. Hier fand er in Person des Gregorio Fuentes sein Vorbild für den Fischer aus seinem bekanntesten Roman, Der alte Mann und das Meer Vorbereitung auf Touristengruppe  Heute spucken Busse im Stundentakt kleine Touristengruppen in das ansonsten wenig besuchte Restaurant, welche dann einen blauen Cocktail trinken und die zahlreich an der Wand hängenden Photos betrachten müssen. Als Belohnung dürfen sie den Tisch bestaunen, an welchem der trinkfreudige Nobelpreisträger sein bekanntestes Werk geschrieben hat
Blick aus Hafenbar  Weitere Attraktionen gibt es hier nicht, wer aber  mit ein paar Cocktails ohne Rummel abhängen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Die Hafenkneipen bieten im Gegenzug für muffelige Bedienungen Terassen im Freien mit Blick auf das Meer. Mit dem Taxi kommt man für ca. 10€ zurück ins Zentrum von Havanna Cienfuegos  Innerhalb der karibischen Jagua-Bucht (bahía de Jagua) in Zentralkuba liegt Cienfuegos, die Perle des Südens. Kennzeichen der Stadt ist ihre französische Architektur, denn die Stadt wurde nach einem Sturm durch einen französischen Architekten wieder aufgebaut Malecón de Cienfuegos  Wie auch Havana besitzt Cienfuegos einen Malecón, der aber mit ca. 500m bedeutend kleiner als sein hautpstädtische Pendant ist. Er liegt an einer vierspurigen Straße, der Calle 37 und ist durch seine Palmenallee auffällig gemütlicher als sein prächtiges Vorbild in Havanna Cienfuegos, Peripherie  Typisch für Kuba ist die schachbrettartige Anordnung der Straßen, hier im Stadtteil Punta Gorda
Straßenbild  Cienfuegos wirkt wohlhabender als Havanna, welches zwar mit zahlreichen  touristischen Attraktivitäten aufwartet, im Gegenzug jedoch immer wieder einen Grad von Verfall aufweist, welcher völlige Verarmung und Niedergang vermuten läßt. In Cienfuegos läßt sich nichts dergleichen finden, auch wenn die Bezeichnung "Perle des Südens" heutzutage eher eine wohlwollende Übertreibung darstellt Lebensmittelstand  Häufig zu sehen: Mobile Straßenhändler, welche für die einheimische Währung CUP die knappen Lebensmittel feilbieten Haus  Typisches: In der Regel haben Häuser keine Glasfenster, sondern zur Verdunklung und zum Schutz vor Wind und Wetter lediglich Metalllamellen. Deren Geräuschdämmung ist eher vernachlässigbar, weswegen vorbeifahrende Fahrzeuge akustisch direkt über die Couch durch das Wohnzimmer zu fahren scheinen, inklusive der immensen Wolke aus wahlweise rußigen oder öligen, in allen Abgasfacetten stinkenden, verbranntem Treibstoff. Innenstadt  In den zentralen Stadtvierten ist der französische Ursprung von Cienfuegos noch deutlich zu erkennen
Parque José Martí  Der Parque José Martí bildet kulturelle Zentrum der Stadt. Rathaus  Hier befinden sich neben kulturellen Einrichtungen (Theater, Kirche) auch das schmucke Rathaus. Parque José Martí  Kubas einziger Triumphbogen erinnert an die französische Vergangenheit Bici Taxi  Bici-Taxis leisten einen Großteil des Kurzstreckentranports für Einheimische und Touristen.
Villa  Südlich des Zentrum, hinter dem Melecón an der Calle 37 liegte der Stadtteil Punta Gorda. Dieser ist geprägt von alten kolonialen Villen und Palästen und einzigartig in Nord- und Zentralkuba. Villa in Punta Gorda  Die Gebäude sind für kubanische Verhältnisse außerordentlich gut erhalten und gepflegt Fischer  Bald geht die Sonne unter an der Bucht von Cienfuegos: Drei Fischer angeln auf einer kleinen Plattform im Abendlicht Uferpromenade  Punta Gorda endet in einem Kap in der Bucht von Cienfuegos. Der Weg zum Kap führt über eine sehr ursprüngliche Uferpromenade
Punta Gorda (Kap)  Nach einer kurzen Strecke gelangt man in den am Kap gelegenen kleinen Park. Ein idealer Platz, um auf den Sonnenuntergang zu warten. Idealerweise bei einem Cocktail, z. Bsp. einem Mojito Cocktail  Den Mojito erhält man an einer im freien befindlichen Bar, nicht weit vom Kap. Hier wird der typische kubanische Mojito (rechts) rustikal zubereitet. Der mit Abstand beste Mojito auf der gesamten Rundreise (wobei tendenziell selbst in den All-Inclusive Hotels meistens ein hervorragender Mojito serviert wurde). Grundsätzlich sind die kubanischen Mojitos (meistens) weitaus schmackhafter als die in Deutschland hergestellten gleichnamigen Drinks. Man kann es auch drastisch ausdrücken: Wer in Kuba einen guten Mojito erlebt hat, bestellt in Deutschland zukünftig andere Cocktails. Deutlich zu erkennen ein Unterschied zu den hiesigen Mojitos: Es gibt im Glas keine Reste von Zuckerkristallen Sonnenuntergang  Der Sonnenuntergang gießt orange-goldenes Licht auf die Bucht. Ein karibischer Abschiedsgruß Trinidad  Trinidad war die dritte spanische Gründung auf Kuba
Häuser in Trinidad  Ihren größten Reichtum erlangte die Stadt durch den Zuckeranbau und den damit einhergehenden Sklavenhandel. Auch Kaffee und Tabak gedeihen hier prächtig Verkehr  Mitte des 19. Jahrhunderts verarmte die Stadt, da der Zuckerhandel mit Europa durch den Anbau der Zuckerrüben in Europa einbrach Nächtliches Trinidad  Heute hat die Stadt ihre politische und wirtschaftliche Vormachtstellung an Cienfuegos verloren Stadtzentrum  Trotz der mittelalterlichen Piratenüberfälle und dem Versinken in der Bedeutungslosigkeit ist der histrorische Stadtkern fast vollständig erhalten
Straße  Touristen haben das koloniale Kleinod für sich entdeckt, mit all den Caffees, Bars, und Restaurants und reichlich Gelegenheit, sich bis in die späte Nacht zu amüsieren Sonnenuntergang  Am späten Nachmittag, wenn die Sonne sich dem Horizont über der Karibik nähert, lädt die Stadt zu einem Erlebnis der besonderen Art ein Malerisches Haus  Das ist die Zeit, die Kamera bereitzuhalten für einen Photospaziergang durch die Straßen rund um das Zentrum, den Plaza Major Kolonialstil  Für wenige Minuten schmücken sich die Straßen und Häuser mit dem warmen Licht der rasch untergehenden Sonne
Sonnenuntergang  Kontemplative Schönheit, die sich etwas abseits des Zentrums, wohin sich nur wenige Touristen verirren, am besten genießen läßt Tanzendes Mädchen  Außerhalb des Stadtkerns wird es schnell einfach und ärmlich.  Hier ein kleines Mädchen, welches in der Abenddämmerung paar Tanzschritte übt. Klar, dass viele Kubaner überragende TänzerInnen sind Stadtrand  Zum Abschied von Trinidad abendliches Treiben am Stadtrand. Im Gegensatz zu den meisten Karibikstaaten ist es Kuba absolut sicher. Die Kubaner betrachten Touristen zwar als Geldkatze mit Beinen, aber selbst in abseitigen Gassen oder ärmlichen Straßen bei Dunkelheit kommt niemals ein Gefühl von Beklommenheit oder Gefahr auf. Hier unterscheidet sich Kuba von allen anderen Karibikstaaten (noch) Santa Clara  In Zentralkuba liegt Santa Klara
Zentrum  Die Großstadt ist ein wichtiges Handelszentrum und ein Verkehrsknotenpunkt Busbahnhof  Die vergleichsweise moderne Universitätsstadt ist von urbanem Leben erfüllt und kümmert sich wenig um touristische Bedürfnisse Fußgängerzone  Es gibt eine kleine Fußgängerzone mit (überwiegend) Devisenshops und Imbissen LKW  Meist dominiert dröhnende Geschäftigkeit. Die Luft ist ähnlich dreckig wie die in Havanne, überwiegend erfüllt von den blauen, brauen, schwarzen, gelben und weißen Abgasschwaden aus den gar nicht so zahlreichen Fahrzeugen
Straßenleben  Das Leben abseits des Stadtzentrums gleicht zum Verwechseln dem in anderen Siedlungen und Städten in Nord- und Zentralkuba Stadtrand  Wenig Verkehr, einfache und kleine Häuser Straßenleben  Hierher verirrt sich kaum ein Tourist Kirche  Darf nicht fehlen: Kirche im kolonialen Stil
Club  Als Universitätsstadt ist Santa Clara ein Zentrum jugendlicher Subkultur (hier eine kleine, graffitigeschmückte Bar) El Tren Blindado  Bedeutend war Santa Clara für die kubanische Geschichte. Am 26. Juli überfiel ein Einsatzkommando unter der Führung von Che Guevara einen Nachschubzug der Armee. Mit den so gewonnenen Waffen eroberte der Revolutionär, der von den Kubanern häufig nur Che genannt wird, die strategisch wichtige Stadt. Danach war der Weg der Rebellen nach Havanna offen, und es gelang, den Diktator Batista zu vertreiben. Einige Waggons des Nachschubzugs können in einer Gedenkstätte bewundert werden Hasta La Victoria Siempre  Das in sozialistischer Gagantomanie errichtete Monument des Meisterrevolutionärs selbst  ist am anderen Ende der Stadt zu bestaunen 26 Julio  So mein Tipp für romantische Altlinke und solche die es sein möchten: Ein Abstecher zum Wallfahrtsort kubanischen Revolutionsgefühls ist obligatorisch. Und für alle anderen schadet es nicht, eine Stadt zu fühlen, die einfach nur kubanisch ist, ohne vermeintlich authentische Salsa-Bars, ohne Restaurantmeile und Sourvenirshops und allgegenwärtiger Bettelei