Mexiko Stadt

Mexiko-Stadt (Ciudad de México oder México D.F.), die Hauptstadt des Staates Mexiko, ist groß, laut, anstrengend und faszinierend. Wie in mutmaßlich allen großen Städten herrscht 24 Stunden rege Betriebsamkeit. Der Aufenthalt in der Stadt selbst betrug zwei Tage, aus touristischen Gesichtspunkten und um die Stadt genauer kennenzulernen etwas knapp. So war wenig Zeit für das reichhaltige Nachtleben, und auch Kultur und Sehenswürdigkeiten kamen etwas kurz.

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Tipp: Eine Tour mit dem Turibus, den roten Doppeldeckern, auf der Zentrum-Route (Circuito Centro Histórico), welche eine erste Orientierung gibt und die Innenstadt erschließt. Es gibt insgesamt vier Turibus-Linien, am interessantesten und abwechslungsreichsten ist hierbei die oben erwähnte Zentrums-Route: Vom Zócalo (zentraler Platz einer Stadt) der Stadt geht die Tour durch das Centro Historico, über den Paso de Reforma, vorbei am Bosque de Chapultepec (Heuschreckenhügel), durch die Stadtteile Zona Rosa, Roma, Condesa und streift das schicke Villenviertel Polanco.

Die Tour beinhaltet eine Menge Haltestellen, so ist es jederzeit möglich, die Fahrt zu unterbrechen, um zu bummeln, zu shoppen, etwas zu essen oder um eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Die Haltestellen werden etwa alle halbe Stunde angefahren. Achtung, nicht alle Haltestellen sind als solche gekennzeichnet. Das kann dazu führen, dass man Haltestellen nicht findet.

> Bilder Zentrum Mexiko Stadt

Turibus Gegen Abend, bereits vor der Dämmerung kann es empfindlich kühl werden. Daher bei Spät-Nachmittagstouren immer eine warme, windfeste Jacke mitnehmen.
Ebenso obligatorisch ist ein guter Sonnenschutz: Die UV-Strahlung in 2300m Höhe in tropischen Breiten ist nicht zu unterschätzen.
Die komplette Tour mit dem Turibus dauert etwa 2-4 Stunden, je nach Staulage... Ich würde die Tour nicht an einem Freitag Nachmittag empfehlen.
Schloss Chapultepec Schloss Chapultepec vom Park aus gesehen.
Chapultepec bedeutetet Heuschreckenhügel, Chapoltepēc in der Nahuatl-Sprache.
Für den Park sollte man getrost einen Tag einplanen, ohne dass man alle Sehenswürdigkeiten erkunden kann.

Der ursprüngliche Chapultepec-Park (Bosque de Chapultepec) besteht aus einem Wald und einem Hügel, auf welchem sich das geschichtsträchtige Schloss Chapultepec (Castillo de Chapultepec), der ehemaligen Residenz des Habsburger Kaisers Maximilian befindet.

Weiterhin befinden sich in diesem Sektor ein See, den man mit Tretboten befahren kann, ein botanischer Garten, ein Zoo, unterschiedliche Museen (u. A. Museum für moderne Kunst sowie das sehr zu empfehlenswerte Anthropologische Museum) und die nationale Konzerthalle.

Am Anthropologischen Museum befindet sich eine Turibus-Haltestelle (Circuito Centro Histórico), ebenso an der nationalen Konzerthalle. An letzterer ist auch der Umstieg zu einer weiteren Turibus-Linie (Circuito Polanco Hipódromo Chapultepec), welche einen Rundkurs in nordwestlicher Richtung und durch den Chapultetec vom Zentrum aus befährt.

> Bilder Bosque de Chapultepec

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art bilden die schwimmenden Gärten von Xochimilco (sprich: ssotschimilko, mit Betonung auf dem letzten I, wie bei Milch, spanisch huertos flotantes). Der aus dem Nahuatl stammende Begriff bedeutet soviel wie der Ort des Blumenfeldes.

Xochimilco ist ein Stadtteil von México D.F. und ebenso wie das historische Zentrum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Süden der Stadt gelegen, mit dem Taxi ca. 1 Stunde vom Zentrum entfernt bietet sich eine Fahrt auf einem der Trajineras (bunte Ausflugsboote, welche mit einem Führer gemietet werden, der das Boot mithilfe eines Staken rangiert und vorwärtsbewegt) an, welche wahlweise ein bis zwei Stunden dauert und die pulsierende Stadt vergessen lässt.
Händler auf Booten bieten Essen, Trinken und Souvenirs an. Es ist eine andere Welt inmitten einer Megacity. Auf den Kanälen dahingleiten, Cerveca oder Tequila (den man übrigens in Mexiko nie mit Salz und Zitrone trinkt) genießen, welche während der Fahrt von fliegenden Händlern angeboten werden. Es ist die buntere, größere und lautere Version einer Kahnfahrt im Spreewald .

Trajineras an den Embarcaderos, den Anlegestellen von Xochimilco
Tipp: Am Wochenende herrscht Trubel und Party auf den Booten, wer die Fahrt genießen möchte, tut dies idealerweise unter der Woche und startet recht früh, dann ist man fast alleine auf den Kanälen.
 
> Zu den Bildern: Eine besondere Bootstour
Wer Zeit hat, kann hier getrost bummeln, shoppen, in einer der zahlreichen Bars verweilen oder in einem der Restaurants das außergewöhnliche mexikanische Essen genießen oder noch mehr Sehenswürdigkeiten entdecken.
 
Bilder Coyoacán

Coyoacán liegt ungefähr in der Mitte zwischen Xochimilco und dem Stadtzentrum, weswegen es nahliegend ist, diesem schönen Stadtteil auf dem Rückweg von Xochimilco einen Besuch abzustatten. Dies hat noch einen logistischen Charme: Die Fahrt mit dem Taxi dauert nur eine halbe Stunde und schont den Geldbeutel, und von Coyoacán ist die Weiterfahrt mit der Turibus-Südlinie (Circuito Sur) ins Zentrum möglich.

Unter der Woche relativ ruhig, handelt es sich hier um einen eher wohlhabenden und lebenswerten Teil der Stadt. Gepflegte Villen und Geschäfte prägen die Straßen, es lohnt sich, hier einen Stopp zu machen, das Geburtshaus (die Casa Azul, heute ein Museum) von Frida Kahlo, in welchem später auch Diego Rivera, ihr Mann, lebte, zu besichtigen, die Kirche San Juan Bautista des ehemaligen Dominikanerklosters zu bestaunen und am in einem der vielen Restaurants am Jardin Centenario ein leckeres Mittagessen zu genießen. Wer Zeit hat, kann hier getrost weiter bummeln und noch mehr Sehenswürdigkeiten entdecken.

Zu empfehlen ist unbedingt ein Besuch des Plaza Garibaldi, mit seinen Bars und Volksmusikgruppen.

Der Platz ist der perfekte Ort, den Mariachis (so werden die mexikanischen Volksmusikanten genannt) zu lauschen. Die Musiker spielen traditionelle Kostümen auf.

Tipp: Zu später Stunde sich in eine der am Platz liegenden Bars einfinden, eine Kleinigkeit essen, Tequila trinken und der dargebotenen Musik zuhören (meist traditionelle Volksmusik, manchmal auch auf modernen Instrumenten  dargeboten). Wer entsprechend veranlagt ist, kann auch das Tanzbein zu lateinamerikanischen Rhythmen schwingen.

Leider habe ich zu später Nachtstunde keine Bilder gemacht.

Zum Garibaldi gelangt man via Turibus (Circuito Básilica), am Abend mit dem Taxi.