Der Strand von Uvita

Dschungel, Strand und Meer
Busse bilden das Rückrat des überregionalen Reiseverkehrs in Costa Rica. Via Bus lassen sich auch vergleichsweise weite Strecken komfortabel und/oder preiswert überwinden. Ein Kompromiss zwischen komfortabel und preiswert bilden Fernbusverbindungen, wie sie z. Bsp. von Tracopa angeboten werden. Diese Verbindungen werden auch von den Einheimischen intensiv genutzt. Da die Busse häufig halten, bieten sie nicht die schnellsten Verbindungen, sind aber recht komfortabel. Umsteigen auf andere Linien kann mühselig sein, wenn die Haltestellen weit auseinanderliegen (kommt vor).
Tracopa bus station
Tracopa bus station
Für unsere nächste Station, das Städchen Uvita, nehmen wir früh am Morgen den Bus für die mehrstündige Fahrt von San José nach Uvita am Pazifik.
Finca Bavaria
Finca Bavaria
Aus Deutschland schon hatten wir hier die Übernachtungen gebucht. Die Finca Bavaria liegt etwas östlich von Uvita am Hang der Küstenhügel inmitten des Urwalds. Betrieben wird der kleine Gästehauskomplex von zwei Bayern, die es nach Costa Rica verschlagen hat.
Jungle Pool
Jungle Pool
Wir kommen nach der längeren Busfahrt etwas ermattet an, das Taxi hatte uns aufgrund des steilen und teilweise überfluteten Weges nicht bis zum Hotel gefahren, wir mussten aussteigen und ein ansehnliches Stück steiler Schotterpiste in sonniger Nachmittagshitze mit den Rollkoffern nach oben stapfen.
Jungle Terasse
Jungle Terasse
Es ist die Mühe wert: Inmitten des Urwalds wartete ein gemütliches Gästehaus auf uns, an der kleinen Hotelbar erfrischten wir uns mit einem Bier und einem frischen Cocktail und für vollkommene Entspannung sorgte ein von Regenwald umgebener Swimmingpool.
Gecko
Gecko
Ab dem späten Nachmittag, spätestens zum Einbruch der Nacht, besiedeln Geckos auf der Suche nach Insekten die Wände von Gebäuden. Insbesondere beleuchtete Bereiche versprechen reichliche Beute.
Uvita
Uvita
Uvita ist eine kleines Dorf an der Costa Ballena (Walküste). Es gibt überwiegend Aktivtourismus (Fischen, Surfen, Tierbeobachtungen). Ist man zur richtigen Jahreszeit hier, kann man die riesigen Wale, die hier vorbeiziehen, beobachten.
Parque Nacional Marino Ballena
Parque Nacional Marino Ballena
Der Nationalpark Marino Ballena soll Costa Ricas ältester Nationalpark sein. Am Eingang des Parks werden wir vor Krokodilen gewarnt, aber es ist Flut und zu unserer etwas bedauernder Erleichterung sehen wir weit und breit kein Exemplar der Echsen.
Playa Uvita
Playa Uvita
Wir sehen am Strand von Uvita kein Krokodil. Es herrscht Flut, der Strand ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen. Das Wasser reicht bis zu an den Rand des Waldes.
Playa Uvita
Playa Uvita
Bei Ebbe bietet sich ein anderes Bild (hier bei Uvita): Zwischen Ufervegetation und Wasser entstehen weite, orange-rote Flächen.
Ebbe
Ebbe
Sonnen ist allerdings hier weniger praktisch: Der Sand ist nass und trocknet auch nicht während der Ebbe. Es ist November, kurz vor dem Ende der Regenzeit. Es sind noch wenige Touristen da, da die Hauptsaison erst im Dezember mit dem Beginn der Trockenzeit beginnt.
Playa Hermosa
Playa Hermosa
Der Playa Hermose (der schöne Strand) erstreckt sich vom Punta Uvita über eine weit ausladende Bucht in Richtung des Örtchens Dominical.
Punta Uvita

Punta Uvita

Der Punta Uvita besteht aus einem felsigen Riff, welches über eine Sandbank mit dem Playa Uvita (der rechte Bogen) und dem Playa Hermosa (der linke Bogen) verbunden ist. Bei Flut befinden sich sowohl die Sandbank als auch das Riff vollständig unter Wasser. Das Wasser reicht dann bis an den Wald am Ufer, der Strand verschwindet vollständig. Bei Ebbe ist das Riff trockenen Fußes zu erreichen, Riff und Sandbank erinnern an die Schwanzflosse eines Wals.

Punta Uvita
Punta Uvita
Das Riff des Punta Uvita besteht aus scharfkantigen Felsen. Bei Ebbe wird das Riff gerne zum Sonnen genutzt, die Leute bringen teilweise Stühle oder Liegen mit bzw. polstern die scharfen Felsen mit Decken oder dicken Matten.
Auf dem Punta Uvita
Auf dem Punta Uvita
Der Punta Uvita ist bei Ebbe ein beliebtes Ziel für eine kleine Strandwanderung. Wenn die Sonne nicht zu sehr sticht, lädt das Riff zu einem Picknick oder einer Runde Entspannung ein. Auf dem Bild sehen wir, wie die einsetzende Flut bereits beginnt, die Sandbank zum Riff zu überspülen.
Playa Uvita
Playa Uvita
Grundsätzlich laden die Strände bei Uvita nicht zum Baden ein. Dadurch, dass die Flut bis an den Rand des Regenwalds kommt, gibt es kein trockenen, sandigen Bereiche. Der Sand bleibt durch die Flut immer nass und voller dunkler Algen. Zudem gibt es gefährliche Strömungen, und der in Costa Rica verbreitete Bullenhai schwimmt gerne in flachen Gewässern.
Bahía
Bahía
Bahía, ein Bereich von Uvita. Die Bebauung ist sehr locker, es gibt ein paar Unterkünfte und vor allem Geschäfte, die Wassersport und sowie Walbeobachtungen anbieten.
Río Uvita
Río Uvita
Das kleine Flüsschen Río Uvita entwässert den Regenwald bei Uvita ins Meer. In dem Fluss leben Krokodile, wir haben jedoch keine gesehen.
Friedhof
Friedhof
Auf der Welt gibt es verschiedenste Bestattungs-Kulturen. Hier die Variante Costa Rica.
Catarata Uvita
Catarata Uvita
Nicht weit von Uvita befindet sich der Catarata Uvita (Uvita-Wasserfall). Das mittelamerikanische Land ist überreich an Wasserfällen An jedem Ort, den wir besucht haben, gibt es einen touristisch erschlossenen Wasserfall zum Besuchen, der dann auch immer einen kleinen Eintritt kostet. We don't have WiFi, talk to each other, heißt es an der Bar des Wasserfalls von Uvita. Hier kann man sich vor dem Abstieg zum Wildbach mit Snacks und Drinks stärken.
Catarata Uvita
Catarata Uvita
Der Wasserfall ist dann auch nur ein Wildbach mit Wasserfällchen. Uns gefällt es, da wir die einzigen Touristen sind, und so sitzen wir eine Weile auf den Steinen herum und genießen das Rauschen des Baches.
Barrio Los Angeles bei Uvita
Auf dem Rückweg kommen wir an charakteristischen Hüttenansammlungen vorbei, die so typisch für die Besiedlung des Lands sind.
Marino Ballena Restaurant
Das Marino Ballena ist landestypisches Restaurant im Ortskern von Uvita (Ortskern ist die Kreuzung, an der sich Supermarkt, Bank, Busstation und Tankstelle befinden). Das Restaurant gehört zu der gehobenen Klasse, und für die Gäste gibt es ausschließlich die Terasse. Im Inneren des Hauses sind nur die Toiletten und die Küche.
Thunfischfilet
Das Thunfischfilet ist ein typisches Gericht für die Gegend. Im Restaurant kostet das ca. 15 $, Einheimische können sich das normalerweise nicht leisten.
Al Chile Que Sí
Einheimische bevorzugen kleine Imbisse wie dieses, die auch Soda genannt werden. Diese Soda hier heißt wie eins Besonderheit des Costa-Rica Spanisch: Den Ausdruck "Al Chile Que Sí" gibt es nur in Costa Rica. Er bedeutet dabei in etwa dasselbe wie Claro que si und ist universell verwendbar:
Que pega que estuvo la fiesta (Hey, war das eine langweilige Party)
Si al chile (Ja, und wie)
Dschungel
Costa Rica ist ein Land, welches sich dem sanften (und lukrativen) Tourismus verschrieben hat. Demzufolge versucht das Land, Regenwälder wiederherzustellen und mit Natur zu punkten. Die Region um Uvita ist aus diesem Grund wieder sehr naturbelassen, um das Hotel der Finca Bavaria gibt es einen ca. 30 minütigen Dschungeltrail, z. Bsp. für einen kleinen Morgenrundgang. Wenn man Glück hat, kann man exotische Tiere sehen.
Brüllaffe
Weit zu hören und oft zu sehen ist der Brüllaffe, eine von vier Affenarten, die in Costa Rica leben.
Tukan
Der Goldkehltukan ist sehr verbreitet in Costa Rica, wir sehen ihn häufig.
Dschungeltrail
Wir treffen mitten im Wald auf einen Wildbach. Dieser kostet keinen Eintritt und bietet einen Wasserfall, der mindestens so hübsch wie der des kommerziellen Catarata Uvita ist. Später finden wir heraus, man kann durch den Wildbach von Hotel bis zur Landstraße "wandern", zurück zum Hotel gehen wir jedoch auf dem Schotterweg.
Playa Arco
Noch besser als der Playa Uvita hat uns der kleine Strand Playa Arco gefallen. Dieser ist nur bei Ebbe zugänglich und ausschließlich über eine kleinen, sehr steilen und schlüpfrigen Dschungelpfad zu erreichen.
Playa Arco
Auch dieser Strand ist wenig zum Baden geeignet, Der Sand ist eher feuchter Schlamm und es gibt gefährliche Strömungen. Wir sind die einzigen Menschen weit und breit, niemand verirrt sich hierher. Leider haben wir kein Picknick mitgenommen.
Klippe
Der kleine Strand wird zu beiden Seiten jeweils durch bewachsene Klippen von der restlichen Küste abgetrennt. Somit gibt es keinen einfachen Zugang, was erklärt, dass dieser Strand so einsam ist.
Sonnenuntergang
Am Ende des Aufenthalts in Uvita genießen wir von der Terasse der Finca Bavaria den kurzen, aber farbenprächtigen Sonnenuntergang über dem Pazifik. Der perfekte Moment für einen Cocktail.
Am nächsten Tag werden wir mit dem Taxi in Richtung Sierpe mit dem Ziel Corcovado aufbrechen.