Kos

Insel. Klein aber fein...

Wir reisen auf die griechische Insel Kos (Κως). Die Insel ist klein und eine Woche ist eine gute Zeit, Kos kreuz und quer zu durchstreifen.

Die Bilder mache ich mit einer Canon PowerShot A530. Die Kamera hat 5 Megapixel. Leider war die Bildausbeute gering, daher fehlen das eine oder andere Motiv. Dennoch vermitteln die Bilder einen realistischen und ungeschönten Eindruck der Insel.

Kos
Kos
Die griechische Insel Kos (Κως) liegt in der östlichen Ägäis und ist der kleinasiatischen Küste zwischen der türkischen Budrum- und Datça-Halbinsel vorgelagert. Kos ist nach Rhodos und Karpathos die drittgrößte Dodekanes-Insel. Mit gut 40km Länge und 10km Breite ist die Insel überschaubar.
Oceanic Beach
Oceanic Beach
Wir sind im Juni 2007 eine knappe Woche dort. Unsere Unterkunft, das Hotel Oceanis Beach and Spa Resort, befindet sich an der Ostküste der Insel, direkt am Strand in der Ortschaft Pisaldi.
Hotelstrand
Hotelstrand
Das ansonsten nicht weiter erwähnenswerte Hotel verfügte über einen langen, privaten Kieselstrand, wie er eigentlich für die Insel unüblich ist. Gegenüber dem Hotel befindet sich die Taverna Romeo. Authentische Griechische Küche, frisch und einfach. Die Bilder der Taverne sind leider verlorengegangen.
Kos ist ein bischen das Mauerblümchen unter den griechischen Inseln, welches neben strahlenden Namen wie Korfu, Kreta, Rhodos oder Santorin leicht übersehen wird. Ein Übriges hat die Flüchlingskrise 2015/16 beigetragen: Die Aussicht auf syrische Flüchtlinge, welche von Kleinasien nach Kos übersetzten, schreckte viele Touristen ab.
Strand
Strand
Natürlich muss sich auf Kos niemand mit Kieselstrand zufriedengeben. Die Insel besitzt lange und schöne Sandstrände im Überfluss, so wie hier bei Kardamena.
Küste
Küste
Viele Strände ziehen sich über lange Küstenabschnitte und sind frei zugänglich, ein Teil der Strände gehört zu Hotels. Es lohnt sich, eigenständig nach kleineren Stränden oder Buchten zu suchen, auch wenn die Strecke über unwegsame Feldwege führt. Oft finden sich dadurch malerische, wenig frequentierte Buchten.
Sandstrand
Sandstrand
In der Hochsaison ist es hier mit Sicherheit nicht so leer. Dem Vernehmen nach ist es auf vielen Stränden dennoch nicht überfüllt. Jetzt, im Juni, weht ein frischer Wind von der türkischen Küste und macht die pralle Sonne erträglich. Die Wassertemperatur ist angenehm zm Baden.
Wasser

Wasser

Wer kennt und schätzt es nicht, das klare Wasser im griechischen Mittelmeer, welches seinesgleichen sucht. Griechenland ist ein Synonym für Strände mit traumhaft klarem Wasser! Vorausgesetzt, der Wind und der Wellengang halten sich in Grenzen.

Die Insel hat viel zu bieten. Auch in der Hochsaison findet man an den kilometerlangen Sandstränden Stellen, die nur mäßig besucht sind. Das Essen ist gut und die Leute sind freundlich und entspannt. Das eine oder andere lohnende Ausflugsziel gibt es auch. Allerdings, und das zeigen auch die Bilder der Insel, ist Kos im Vergleich zu anderen Inseln etwas karger. Was allerdings auch seinen Reiz hat.

Eine gute Idee auf Kos ist es, keine Vollpension oder gar All-Inclusive zu buchen. Das Essen in den Tavernen ist um Klassen besser als vom Hotel-Buffet, und man ist nicht an die Essenszeiten im Hotel gebunden.

Kos
Kos
Die Hauptstadt der Insel heißt wie die Insel selbst, Kos. In der Stadt leben knapp 20.000 Menschen, das sind fast 2/3 der Inselbevölkerung.
Kos Stadt
Kos Stadt
Die Stadt lebt hauptsächlich vom Tourismus. Es gibt reichlich Tavernen, die üblichen Geschäfte und ein paar wenige Sehenswürdigkeiten. In der Stadt Kos gibt es die angeblich 2400 Jahre alte Platane des Hippokrates, welche wahrscheinlich maximal 500 Jahre alt ist. Leider ist das Bild des Baums verwackelt.
Defterdar-Moschee
Defterdar-Moschee
Die Defterdar-Moschee stammt aus dem Jahr 1725, als die Insel unter osmanischer Herrschaft stand. Heute ist die Moschee nicht mehr in Betrieb, da sie seit einem Erdbeben im Jahr 2017 baufällig ist.
Mandráki-Hafen
Mandráki-Hafen
Der Mandráki-Hafen bildet, neben dem Flughafen, die Verbindung nach außen. Neben den obligatorischen Ausflugsbooten für Touristen manchen hier die Linienschiffe zu anderen Inseln und zum Festland, Jachten und Fischerboote fest.
Festung Nerátzia
Festung Nerátzia
Über dem Mandráki-Hafen liegt die Ruine der Johanniterfestung Nerátzia, im allgemeinen Festung Nerátzia genannt. Die Festung wird das erste Mal im 14. Jahrundert erwähnt, sie galt damals als uneinnehmbar. Errichtet wurde die Festung vom Johanniterorden zum Schutz vor den Osmanen und Mameluken. Die Festung wurde Mitte des 15. Jahrhunderts aus unbekannten Gründen aufgegeben.
Landschaft
Landschaft
Die Landschaft in der Nähe der Küste ist sehr typisch für die Insel. Wir sind hier auf dem Weg zur der bekanntesten antiken Stätte der Insel, dem Asklepieion.
Asklepieion
Asklepieion
Griechenland ist ein Synonym für verfallene antike Gebäude. Kos hat hier, neben ein paar unbedeutenderen Ausgrabungen das Asklepieion zu bieten. Die Kultstätte ist nicht weit von der Stadt Kos entfernt und kann mit Bus oder Mietwagen bequem erreicht werden.
Antike Trümmer
Antike Trümmer
Der dem Gott des Heilens, Asklepios, gewidmete Tempel diente nicht nur kultischen Zwecken, sondern auch als eine der damals modernsten Heilstätten. Der berühmte Arzt Hippokrates von Kos, bekannt durch den nach ihm benannten Eid, den Mediziner heute ablegen, soll hier gewirkt haben.
Dorf Zia
Dorf Zia
Zia (griechisch Ζία) ist ein kleines Bergdorf in der Nähe der Stadt Kos. Der Ort bildet eine Art touristisches Schaudorf und ist abends bisweilen stark frequentiert.
Verkaufsstände
Verkaufsstände
Der Ortskern ist von trouristische Infrastruktur geprägt. Es gibt allerlei Verkaufsstände mit Kräutern, Gewürzen, Honig, Kleidung, Handarbeit und den üblichen touristischen Nippes.
Taverne
Taverne
Zahlreiche Tavernen und Cafés sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.
Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Manche Tavernen haben Dachterassen. Von diesen lassen sich unvergessliche Sonnenuntergänge über der Ägäis erleben.

Windmühle in Antimachia
Windmühle in Antimachia
Nicht weit vom Flughafen liegt das 3000 Jahre alte Dorf Antimachia. Hier kann man die Mühle des Priesters besichtigen, eine alte traditionale Windmühle. Zudem gibt es ein winziges Museum, das Haus von Antimachia. Es zeigt ein Haus aus dem 10. Jahrhundert.
Plaka-Wald
Der Plaka-Wald ist eine eigentümliche Sehenswürdigkeit der Insel. Es handelt sich hier um einen kleinen Kieferwald mit zahlreichen Pfauen, Katzen und Schildkröten (letztere haben wir nicht gesehen). Am Wochenende treffen sich hier manchmal die Einheimischen zum Grillen. Ansonsten ist es hier ruhig und auch im Sommer angenehm kühl.
Pfau
Touristen kommen zwar vorbei, sind in der Regel aber nach einer halben oder einen Stunde wieder weg. Die Pfaue sind Menschen gewöhnt und lassen sich beim Posieren nicht stören.
Straße
Die Hochebene der Insel bildet eine wilde, karge Landschaft.
Landschaft
Zur Küste ist die Landformation sanft-hügelig.
Inselgebirge
Die höheren Berge (die höchsten Erhebungen der Insel sind gut 800m hoch über dem Meeresspiegel) zeichnen sich durch kerbige Schluchen und scharfkantige Formationen aus.
Festung Antimachia
Hier befindet sich die Festungsruine von Antimachia. Die mittelalterliche Festung diente der Kontrolle der Seewege im Süden der Insel und der Wege im Inneren der Insel.
Bollwerk
Die Befestigungen der Insel hielten mehreren osmanischen Angriffen aus. 315 Mann, davon 15 Ritter, waren genug, einer Belagerung durch das osmanische Heer zu widerstehen. Dabei erlitten die Belegerer Versluste in Höhe von 1.000 Toten und 2.000 Verwundeten, in der Feste starben nur 15 Mann.

Ruine

Erst als die Johanniter in Rhodos nach einer Niederlage abzogen, fiel Kos unter osmanische Herrschaft. 1871 gaben die Osmanen die Insel wieder auf. Schließlich wurde die Festung durch zwei Erdbeben 1926 und 1933 im Inneren vollständig zerstört, nur die Mauern blieben erhalten.

Kefalos
Im Süden der Insel liegt das Örtchen Kefalos. Der Ort verfügt über einen ausgedehnten Stadtstrand. Kefalos besitzt viele Kneipen, einen Hafen und eine gute touristische Infrastruktur. Ein Teil des südlichen Endes der Insel ist militärisches Sperrgebiet.

Tintenfische

Hinter einer Taverne sind frisch gefangene Tintenfische zum Trocknen aufgehängt.

Bootsausflug
Was ist ein Urlaub am Mittelmeer ohne den obligatorischen Bootsausflug zu einem anderen Ort am Mittelmeer? Also brechen wir vom Mandriki-Hafen in Kos auf zum Inselhopping nach Pserimos und Kalymnos.
Pserimos
Pserimos (Ψέριμος) ist die Nachbarinsel von Kos. Die Insel ist aus genau einem Grund ein Ziel: Der Sand des 170m langen Strands des einzigen Örtchens, Avlakia (Αυλάκια), ist fein wie Puder, und das Wasser ist klar wie reiner Diamant. Sehr faszinierend.
Gebäude
Auf der Insel leben dauerhaft ca. 30 Menschen, es gibt fast nur Tagestourismus. Die Ausflugsschiffe bleiben etwa 2-4 Stunden auf der Insel. Ansonsten gibt es auf der Insel Fischfang, Fischzucht und Landwirtschaft (Kapern, Oliven).
Kalymnos
Die zweite Station auf dem Ausflug ist die Insel der Schwammtaucher, Kalymnos. In früheren Zeiten war das Schwammtauchen die Grundlage des Wohlstands der Insel.
Schwämme
Die wenigen, heute noch verbliebenen Schwammtaucher fahren für mehrere Monate in andere Regionen des Mittelmeers, um nach den wertvollen Schwämmen zu tauchen. Das Schwammtauchen ist ein gefährlicher Beruf und viele Taucher bezahlen oder bezahlten mit ihrem Leben oder ihrer Gesundheit für die begehrten Schwämme, die heute vorwiegend zum Baden verwendet werden.
Dorfpanorama
Heute leben auf der Insel nur noch wenige Schwammtaucher, die Leute verdienen ihr Geld überwiegend mit Tourismus, mit der Landwirtschaft und mit dem produzierenden Gewerbe.
Ausflugsdampfer
Wir fahren mit dem schmucken Ausflugsboot wieder zurück nach Kos, diesmal auf dem direkten Weg.

Morgendämmerung

Wieder zurück auf Kos verabschieden wir uns von der Insel mit einem Bild, gemacht in der blauen Stunde am Morgen, wo gleich die Sonne über Kleinasien aufgehen wird.