Die maurische Festung Alhambra

Wir besuchen die legendäre Stadtburg der Naṣriden, die Alhambra, obwohl wir keine Karten im Voraus im Internet gekauft haben.
Die Alhambra gehört zu den meistbesuchten touristischen Attraktionen Europas. Manche Leute mögen solche Orte aus verschiedenen Gründen meiden, oft mit der Begründung, es gäbe vergleichbare, aber weniger überlaufene Sehenswürdigkeiten. Wir nicht. Warum nicht? Ganz einfach: Weil wir die Attraktionen sonst verpasst hätten. Selbstverständlich leidet ein Ort unter vielen Besuchern. Oft jedoch sind solche Touristenmagnete so einzigartig oder so herausragend, dass sich ein Besuch dennoch lohnt. Was hätten wir verpasst, hätten wie die Alhambra nicht erblickt.
Alhambra
Alhambra
Wir befinden uns am Mirador de San Nicolás auf dem Albaicín-Hügel. Dies ist einer der Aussichtspunkte mit perfekter Aussicht auf die Stadtburg und die dahinterlegenden Berge der Sierra Nevada.
Burgweg
Burgweg
Jetzt wollen wir die Burg besichtigen. Wir kaufen uns Karten am Plaza Nueva. Hier steht jeden Tag ein begrenztes Kontingent an Karten für das aktuelle Datum zur Verfügung. Wir besteigen den Hügel zu Fuß, es ist weder weit noch steil.
Burgmauern
Burgmauern
Schon beim Aufstieg auf den Hügel, auf dem sich die Festung befindet, beeindruckt die mächtige Alcabaza, das militärische Bollwerk mit seinen mächtigen Türmen.
Sturzregen
Sturzregen
Am Eingang angekommen müssen wir noch ein paar Minuten warten, wir sind zu früh für den Einlass. Diese Zeit nutzt das Wetter, den blauen Himmel gegen Gewitterwolken auszutauschen und letztere in einen Sturzregen zu verwandeln.
Parador de San Francisco
Parador de San Francisco
Wir sind in der Medina der Alhambra. Von der ursprünglichen Bebauung sind hier nur noch die Fundamente übrig. Heute befinden sich hier Gärten, die Kirche Santa María de la Alhambra und das hier gezeigte Hotel.
Santa María de la Alhambra
Santa María de la Alhambra
Die Kirche Santa María de la Alhambra befindet sich ebenfalls in der Medina und wurde auf den Ruinen einer königlichen Moschee erbaut.
Palacio de Carlos V
Palacio de Carlos V
Für den Palast Karls des V. wurden Teile der Nasridenpaläste zerstört. Karl der V. hatte hier jedoch nie gelebt, und der Palast wurde nie vollendet.
Palacio de Carlos V
Palacio de Carlos V
Das Dach des Palastes wurde erst in der Neuzeit errichtet. Heute befindet sich ein Museum in dem Gebäude. Niemand weiß, welche Schönheit der Welt durch den Abriss der maurischen Paläste für immer verlorengegangen ist.
Bronzering
Bronzering
Wir sehen hier die Schmiedekunst der spanischen Eroberer der Alhambra. Behalten wir das im Gedächtnis und vergleichen es mit der Anmut und Kunstfertigkeit, die wir in den Nesridenpalästen zu Gesicht bekommen werden.
Alcabaza
Alcabaza
Hier werfen wir noch einen Blick auf die Stadtmauern der Alcabaza, der usrprünglichen Festung. Bevor die Nesridenpalästen errichtet wurden, war hier, in der Burg, der Sitz der Nesridenfürsten.
Schleuse
Schleuse
Die Eingänge zu den einzelnen Bereichen der Alhambra sind durch Schleusen getrennt. Die Fremdenführer achten darauf, die entsprechenden Durchgänge zum richtigen Zeitpunkt zu erreichten. damit sich der Andrang an den einzelnen Stationen in Grenzen hält.
Nesridenpaläste
Nesridenpaläste
Von den Räumen der Nesridenpaläste sehen wir das auf dem gegenüberliegenden Hügel befindliche Albaicín. Mit dieser Aussicht kann man wohl zufrieden sein.
Fassade des Palacio de Comares
Fassade des Palacio de Comares
Die Kunstfertigkeit und Anmut der Fassaden im inneren der Nesridenpaläste suchen Ihresgleichen. Das christliche Europa gelangte erst viele Jahre später zu solcher künstlerischer Vollkommenheit.
Albaicín
Albaicín
Gestern haben wir vom Mirador de San Nicolás, links oben im Bild, auf die Alhambra geblickt. Heute sehen wir den Aussichtspunkt aus Richtung der Paläste.
Patio de los Arrayanes
Patio de los Arrayanes
Der Myrthenhof hat seinen Namen nicht immer gehabt. An den Hof angrenzende Teile der Räumlichkeiten wurden wahrscheinlich für den Palast Karls des V. abgerissen. Der Wasserzufluss ist so gestaltet, dass das einfließende Wassser die glatte Oberfläche nicht stört.
Patio de los Leones
Patio de los Leones
Der Brunnen in der Mitte des Hofes gibt dem Hof seinen Namen: Löwenhof. Angeblich befindet sich am Rand des Brunnens ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak: Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht.
Muqarnas
Muqarnas
Die Kuppeln im Inneren der Nasridenpaläste sind mit Muqarnas (مقرنص) verziert.
Muqarnas
Muqarnas
Muqarnas (Stalaktitengewölbe) sind ein verbreitetes Element islamischer Architektur und finden sich oft als Abschluss von Nischen oder an Übergängen von rechteckigen Räumen zu runden Kuppeln.
Nasridenpaläste
Nasridenpaläste
Die Nesridenpaläste sind von solcher Schönheit, dass wir froh sind, an dieser Besichtigung teilzunehmen. Welch Meisterwerk des 14. Jhdt.
Burgblick
Burgblick
Wir sehen hier vor der Burg einen Platz am Paseo de los Tristes. Ein gemütlicher Platz, um unter der Alhambra ein Bier oder Wein zu trinken.
Jardines del Partal
Das Partal-Gebäude soll das älteste erhaltene Gebäude der Alhambra sein. Früher gab es an dieser Stelle viele Gebäude, in denen Würdenträger wohnten.
Palacio de Generalife
Die Fremdenführerin hat uns am Jardines del Partal entlassen und wir besuchen nun auf eigene Faust den abseits gelegenen Palacio de Generalife (جنة العريف, Palast des Architekten). Dieser ist ein kleiner Sommerpalast der Sultane, die in der Alhambra residierten. Der Besuch ist im Eintritt enthalten.
Jardín de la Sultana
Die Gärten im Generalife gelten als die ältesten maurischen Gärten, welche heute noch existieren. So sahen wohl Gärten im mittelalterlichen Al-Andalus, wie das muslimische Andalusien einst hieß, aus.
Alhambra
Vom Generalife hat man eine einzigartige Aussicht auf die Alhambra. Das Generalife befand sich immer außerhalb der Stadtburg, trotzdem es durch einen überdachten Fußweg mit dieser verbunden war.
Generalife
Wie der kleine Palast ursprünglich aussah, ist nicht bekannt. Er war schon aufgegeben und teilweise verfallen, als die Alhambra den spanischen Königen übergeben wurde. Er ist teilweise wieder aufgebaut und mehrfach ausgebessert.

Iglesia de San Gil y Santa Ana

Am Generalife verlassen wir die Alhambra, um wieder in die Stadt zurückzukehren. Den restlichen Abend verbringen wir in den Biergärten unterhalb der Nazriden-Paläste und blicken noch einmal von unten auf die mächtigen Türme und Mauern der Festung, der Alcazaba.