Tēotīhuacān

Wo man zu einem Gott wird
Wo man zu einem Gott wird
Wo man zu einem Gott wird
Tēotīhuacān ist ein bekannte prähistorische Ruinenstadt im zentralen Hochland Mexikos. Die Stadt war bereits eine Ruinenstadt, als die Azteken sie fanden. Die Azteken nannten die Stadt Tēotīhuacān, was bedeutet: Wo man zu einem Gott wird.
Auszeichnung

Auszeichnung

Die als Welrkulturerbe der UNESCO ausgezeichnete historische Stätte liegt ca. 45 km nordöstlich von Mexiko Stadt. Auf Anraten von anderen Touristen bzw. des Hotelpersonals unseres Hotels gelangen wir mittels Taxi zum Busbahnhof und von dort mit dem Linienbus schnell und bequem dorthin.

Die Ursprünge der Stadt liegen im Dunkel der Zeit, schriftliche Belege fehlen, viele Erkenntnisse entstammen der Untersuchung und Interpretation der Archäologie und verwandter Wissenschaften.

Vermutlich wurde das Tal von Mexiko bereits 1500 Jahre vor der Zeitenwende besiedelt. Aus dieser Besiedlung entstand wahrscheinlich die Stadt Tēotīhuacān.

Um die Zeitenwende lebten in der Stadt um die 20.000 Menschen.

Park
Park
Der Bus aus Mexiko Stadt hält am südlich gelegenen Eingang. Wir sind relativ früh vor Ort.
Eingang
Eingang
Im Eingangsgebäude findet sich eine kleine Ausstellung sowie ein kleines Restaurant. Nach der anstrengenden Besichtigung kann man sich hier gemütlich mit einem sehr leckeren mexikanisches Essen auf etwas schmutzigen Tellern, mit Limonade oder mexikanischen Bier oder einem Cocktail erfrischen.
Ruinenstadt
Ruinenstadt
Die Hauptattraktion, die Sonnenpyramide, ist schon von weitem sichtbar.
Landschaftspflege
Landschaftspflege
Die Pflege der historischen Stätte erfolgt ohne mechanische Hilfsmittel in der Hitze der Sonne.
Weitwinkel
Weitwinkel
Früher war hier einst eine große, prachvolle Straße und das Stadtzentrum.
Upuntie
Upuntie
Hier, im mexikanischen Hochland, sind überall Upuntien zu finden. Im Gründungsmythos der aztekischen Stadt Tenochtitlan, auf welche heute Mexiko Stadt steht, kämpft ein auf einer Upuntie sitzender Alder mit einer Schlange. Das heutige mexikanische Wappen verweist auf diese Sage.

Zu Blütezeiten wohnten hier vermutlich bis zu 200.000 Menschen auf 20 Quadratkilometern. Damit war die Stadt die größte Stadt Amerikas zu dieser Zeit und eine der größten Städte der Welt.

Um das Jahr 750 wurde die Stadt plötzlich aufgegeben, ein Schicksal, welches sie mit vielen Städten des vorkolumbianischen Zeitalters in Nordamerika teilte.

Als wesentlich später die Azteken in das Tal von Mexiko eindrangen, war Tēotīhuacān bereits seit langem eine Ruinenstadt. Es gibt keinerlei Hinweise auf einen Angriff von außen, die Ursache für die Zerstörung durch die eigenen Einwohner ist nicht bekannt.

Die Azteken verehrten den verlassenen, aber nie vergessenen Ort als den Platz, an dem die Welt erschaffen und die Götter geboren wurden.

Mondpyramide

Mondpyramide

Die Hauptattraktionen der alten Stadt sind zweifelsfrei die beiden Pyramiden. Hier im Fokus die kleinere der beiden, die Mondpyramide (Pirámide de la Luna).

Sonnenpyramide
Sonnenpyramide
Die wuchtige Sonnenpyramide (Pirámide del Sol) ist der Star der Ruinenstadt. Bemerkenswert ist auch, dass die vorkolumbianischen Bauwerke vollständig ohne Zuhilfenahme von Rad und Eisenwerkzeug errichtet wurden. Auf dem Gipfel befand sich einst ein Tempel. Heute ist dort nur noch ein Haufen Steine.
Stufenpyramide
Stufenpyramide
Die Sonnenpyramide ist die drittgrößte Pyramide der Welt und die zweitgrößte Amerikas. Allerdings ist die Cheops-Pyramide bei fast gleicher Grundfläche doppelt so hoch und erheblich steiler, was auf eine fortschrittlichere Bautechnik der Cheops-Pyramide hinweist.
Pyramidenpanorama
Pyramidenpanorama
Der Vollständigkeit erwähne ich, dass Amerikas größte Pyramide, die Pyramide von Cholula heute nicht mehr als Pyramide existiert, sie besteht nur noch als Erdhügel. Im Gegensatz dazu stellt die Sonnenpyramide heute noch ein beeindruckendes menschliches Konstrukt dar.
Treppe
Treppe
Man kann die Sonnenpyramide bis zum Gipfel besteigen, der Aufstieg ist nicht allzu anstrengend.
Schatten
Schatten
Auf diesen erhabenen Ort werfe ich meinen Schatten.
Mondpyramide
Mondpyramide
Die Mondpyramide (Pirámide de la Luna) bildet den Gegenpunkt zur Sonnenpyramide. Sie ist kleiner und auch ihr ist der Tempel auf der Spitze abhanden gekommen. Vor der Pyramide liegt der Platz des Mondes (Plaza de la Luna).
Straße der Toten
Straße der Toten
Die Hauptstraße der Stadt war die Straße der Toten ( la calzada de los Muertos).
Das Tal von Mexiko
Das Tal von Mexiko
Dem Tal von Mexiko sieht man deutlich seine vulkanische Vergangenheit an. Der Smog hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Mexiko Stadt.
La Ciudadela
La Ciudadela
Über den Zweck von la Ciudadela wird heute gemutmaßt. Wahrscheinlich ehemals eine höfische Anlage, bot der blickgeschützte Platz im Inneren der Anlage ca. 100.000 Menschen Platz.
Blick nach Süden
Blick nach Süden
Die Hochebene bzw. das Tales von Teotihuacán wird von drei Seiten von Bergketten eingerahmt. Hier sehen wie die Berge im Süden.
Osten
Osten
Die Hochebene liegt in ca. 2.000 m Höhe. Mexiko Stadt ist die weltweit höchstgelegene Megacity.
Santiago Tolman
Die nahegelegene kleine Siedlung liegt am Fuß eines ehemaligen Vulkans. Der sanfte Hügel wirkt im Verhältnis zu dem Dorf doch recht mächtig.
Vorplatz
Auf dem Vorplatz der Pyramide tummeln sich fliegende Händler, um allerlei Andenken zu verkaufen.
Wandmalerei
Zur Blütezeit Teotihuacán erlebten Kunst und Architektur eine Blütezeit. Das Abbild stellt den Jaguar dar, ein neben der Schlange wichtiges Symbol der Kultur der Stadt.
Ürsprüngliche Wandverzierung
Wände waren mit verschiedenfarbigen Steinen und Mustern verziert.
Schlangenkopf
Die Schlange wurde als Gottheit verehrt.
Palast des Quetzalpapálotl
Südöstlich des Platzes des Mondes liegt der Palast des Quetzalpapálotl (Palacio de Quetzalpapálotl).
Mondpyramide
Am Ende der Straße der Toten liegt die Mondpyramide. Diese war möglicherweise dem Mondgott gewidmet. Es handelt sich hier um einen Komplex, welcher zusammen mit anderen Gebäuden als Platz des Mondes bezeichnet wird.
Auf dem Platz des Mondes
Wesenlich kleiner als die Sonnenpyramide handelt es sich dennoch um ein beeindrüchendes Konstrukt.
Aufstieg zur Mondpyramide
Der Aufstieg ist nicht hoch, aber sehr steil.
Untere Plattform
Die Mondpyramide darf nur bis zur unteren Stufe bestiegen werden. Zwei weitere Stufen und der Gipfel sind nicht zugänglich.

Heute ist Tēotīhuacān eines der beliebtesten touristischen Ziele in Mexiko, mit mehr Besuchern als Chichén Itzá.

Von Mexiko-Stadt gelangt man am besten vom Busbahnhof Terminal Norte mit dem Linienbus dorthin, ein Besuch außerhalb der Saison, unter der Woche und früh am Morgen vermag das Erlebnis bescheren, fast alleine in den beeindruckenden Ruinen umherzulaufen, die unglaublichen Pyrmiden auf sich wirken zu lassen und sich vorzustellen, die Priester des Schlangengottes steigen langsam die Treppen der Pyramiden hinab...

Panorama

Hier, von der Pyramide des Mondes, erschließt sich das beeindruckendste Panarama der Ruinenstadt. Nach Süden erstreckt sich, vor der das Tal begrenzenden Bergkette, die Calzada de los Muertos, die Straße der Toten. Links liegt majestätisch die Sonnenpyramide.

Souvenirhändler
Die meisten Leute auf dem Bild, welche einen Strohhut aufhaben, sind Souvenirhändler. Sie sind den Touristen gegenüber fast in der Überzahl und hoffen auf ein gutes Geschäft. Der Verkauf der Souvenirs bildet ihre einzige Einnahmequelle.
La Ciudela
Kleine Pyramide in La Ciudadela. Es ist nicht ganz klar, welchem Zweck dieser Bereich der Stadt diente.
Innenbereich
Der Innenbereich von La Ciudela ist weitgehend blickgeschützt und riesig. Schätzungen gehen davon aus, das hier 100.000 Menschen Platz finden.
Pyramide des Quetzalcoatl
Die Pyramide in la Ciudadela war aller Wahrscheinlichkeit nach der gefiederten Schlange gewidmet. Die Geometrie läßt auch einen Zusammenhang zum Planeten Venus vermuten.
Gefiederte Schlange
Viele der Schlangenkopfskulpturen sind heute nocht erhalten.
Kopfskulptur
Jedoch nicht alle Skulpturen können heutzutage einer bestimmten Wesenheit zugeordnet werden.

Sonne und Mond

Am Ende des Besuchs der geschichtsträchtigen Ruinenstadt noch ein Blick auf die großen Pyramiden: Die Pyramide der Sonne und des Mondes.